Obwohl es nicht möglich sei, Literatur zu definieren, sei es doch wichtig, sich an einer Defintion zu versuchen – um die Literatur in der Gesellschaft zu verorten, fasst Leonie Berger Ernst-Wilhelm Händlers Ansatz bei seiner Poetik-Dozentur zusammen. Händlers Merkmale für Literatur dabei: „Ausweitung von Freiheitsgraden, Subjektivität und Konsistenz“. Diese sind zwar keine Garantie für Literatur, so Händler: „Damit kann man noch keinen Roman schreiben“. Darüber hinaus brauche es noch das Bewusstsein, dass mit Autor und Leser „zwei menschliche Wesen im Buch zusammenkommen“, also die Erkenntnis, dass Literatur auch wesentlich von der Wirkung auf den Leser lebt.