Büchermarkt, Deutschlandfunk, 27.12.2023
Für Christan Metz handelt es sich bei Ernst-Wilhelm Händlers „Der absolute Feind“ um „Romankunst auf höchstem Niveau“. Metz zeigt sich vor allem von der zeitdiagnostischen Substanz von Händlers Darstellung der Galeristenfamilie Voigtländer begeistert. An ihr zeige sich, wie sich in der vollkommenen Marktorientierung einer Person die Selbstbestimmung auflösen könne. „Ernst-Wilhelm Händler versteht“, so Metz, „seine Gegenwartsdiagnostik im atemberaubend sicheren Wechsel zwischen Theorie und Lebenspraxis zu entfalten. Der absolute Feind zeigt auf eindrückliche Weise: Es gibt ihn noch, den intrikaten Realismus, der auf keinen Millimeter seiner erzählerischen Ambition verzichtet, um pointiert vor Augen zu führen, was unsere Gegenwart auszeichnet.”