Süddeutsche Zeitung, 10.09.2019, S.12
„Mehr Gesellschaftsroman als im Geldroman ist gar nicht vorstellbar“, schreibt Christoph Bartmann in der Süddeutschen Zeitung über Ernst-Wilhelm Händlers Roman „Das Geld spricht“. Die Story sei spannend, wobei das Geld als Erzähler sich auch Figuren aussuche, die „Geld atmen, Geld denken und Geld fühlen“ – der Roman spielt in der Welt der „High Finance“. Bartmann macht als „Händlers Romanthese“ aus, dass der „Geist des Geldes“ aus der High Finance in „alle unterhalb gelegenen Lebens- und Wirklichkeitsbereiche einsickert“, zeigt sich aber skeptisch, ob sich diese These halten lässt und ob sich „der Totalitätsanspruch des Kapitals gegenüber anderen Medien“ tatsächlich schon durchgesetzt habe. Trotzdem seien die Meinungen des erzählenden Geldes „immer interessant“.