Deutschlandfunk, 18.11.2016
Rezensent Enno Stahl findet den Einblick ins kontrollierte Leben der High Society, den ihm Ernst-Wilhelm Händlers Roman „München“ bietet, „stilistisch und formal überaus souverän und stimmig“. Erstaunt zeigt er sich, dass im Zentrum des „Gesellschaftsromans“ eine „seltsam rätselhaft[e]“ Protagonistin stehe, die das Haus kaum verlasse. Ernst-Wilhelm Händler wird mit der Erklärung zitiert, die Protagonistin nehme eine Beobachterposition ein, und eine Beobachterin müsse nicht zwangsläufig mittendrin sein. Der Roman spielt also, so Stahl weiter, im „Closed Shop“ der High Society, und dieser „Versuch ist aufgegangen, das kann man sagen.“